Ausgestaltung2018-10-04T15:28:02+00:00

Wie könnte die BürgerArena konkret ablaufen

In Deutschland gibt es derzeit kein Forum, in dem die politisch Verantwortlichen gemeinsam mit Bürgern um Lösungen für gesamtgesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen ringen. Analog zu erfolgreichen Bürgerversammlungen in Irland und anderen Ländern tritt das Format der BürgerArenen der Vertiefung des Risses in der Gesellschaft entgegen.

100 möglichst repräsentativ ausgewählte Bürger*- und Politiker*innen sollen an vier Wochenenden in einem Zeitraum von vier Monaten in BürgerArenen zusammenkommen. Unter Einbindung der Öffentlichkeit und Begleitung durch die Wissenschaft werden sie zunächst pro Jahr eine bedeutende gesellschaftspolitische Herausforderung diskutieren und Lösungen entwickeln.

Fach- und Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien und aus den themenführenden Ausschüssen und Ministerien werden eingeladen, sich an den BürgerArenen zu beteiligen. Sie sind aufgefordert, die Lösungen gemeinsam mit Bürgern und Wissenschaft zu entwickeln und einen möglichst breiten Konsens (> 75% Mehrheit aller Teilnehmer) zu erzielen. Entscheidungsvorbereitung, Transparenz und Öffentlichkeit stellen dabei sicher, dass die beteiligten Politiker anschließend motiviert sind, die gefundenen Lösungen in die parlamentarischen und parteipolitischen Prozesse einzubringen oder sich zumindest öffentlich dazu zu positionieren. Durch die Einbindung von Bürgern aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Regionen wird in den BürgerArenen ein möglichst gesamtgesellschaftliches Abbild erreicht.

Der Auswahl der Bürger wird eine repräsentative Meinungsumfrage vorgeschaltet. Diese dient dazu, das themenbezogene Meinungsbild in der Öffentlichkeit einzufangen, persönliche Geschichten und Anliegen zu formulieren sowie die Teilnehmer möglichst repräsentativ auszuwählen. Das Meinungsbild wird im Laufe der BürgerArenen wiederholt abgefragt, auch um die Entwicklung der Diskussion verfolgen zu können.

Wissenschaftliche Begleitung, Diskussionsleitung und Dokumentation stellen zudem sicher, dass auch komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich aufbereitet werden und ein offener, wertschätzender und überparteilicher Diskurs zwischen Bürgern und Politikern unter Einbeziehung die Öffentlichkeit stattfinden kann.